A-Kader
A-Kader ist die Bezeichnung für das Team von Springern welche im Weltcup springen. Im B-Kader hingegen sind Springer die meist im Continental-Cup zu finden sind
Abbruch
Gründe für einen Wettkampfabbruch oder eine Wettkampfverschiebung sind:- starker Wind bzw. wechselnde Windverhältnisse-starker Schneefall- eine schlecht präparierte Schanze- ein schwerer Sturz- ein Kälteeinbruch
Abrudern
Wird ein Sprung vorzeitige mit kräftig rudernden Armbewegungen (zur Erhaltung des Gleichgewichts) abgebrochen, spricht man von Abrudern.
Absprung
Wichtig ist der Zeitpunkt. Nicht zu früh und nicht zu spät. Der Springer hat rund 50 Zentimeter am Schanzentisch dafür zur Verfügung. Wer zu früh oder zu spät abhebt verschenkt wichtige Meter, da der Druck nicht am Tisch ankommt. Wichtig ist zudem, danach in eine aerodynamische Position zu kommen.
Absprungbalken
Durch den Balken wurden die Startluken ersetzt. Die Springer sitzen auf einem Balken in der Mitte der Bahn und können ihre Ski somit direkt in die Spur setzen. Beim Start müssen sie nur noch in die Starthocke gehen.
Absprungkraft
Wer es zu einem Weltklassespringer schaffen will, der muß neben einem intuitiven Fluggefühl auch über einen schnellkräftigen Absprung verfügen. Diese variiert je nach der generellen Physis und der aktuellen Form eines Athleten.Im Allgemeinen kann man sagen: Die Absprungkraft kommt umso mehr zum Tragen, je kleiner die Schanze ist. Dies gilt im Weltcup natürlich vor allem für die immer sporadischer auftauchenden Normalschanzen.Um die Absprungkraft zu optimieren, ist ein ständiges und gründliches Krafttraining erforderlich. Ein Überprüfen der Absprungkraft ist durch ein spezielles Gerät möglich, das auf einer angeschlossenen Matte die Höhe des Sprunges mißt. Ein trainierter Athlet schafft durchschnittlich eine sogenannte Treibhöhe von etwa 55 bis 60 Zentimetern, während die Topabspringer bis zu 65 Zentimeter erreichen.
Adler
Anderer Ausdruck für "Skispringer"
Aerodynamik
ist eine der wichtigsten Fakten beim Skispringen. Eine aerodynamischere Haltung führt zu weiteren Sprüngen. Um eine bessere Aerodynamik zu erziehlen wurde der Stil des Skispringes schon mehrfach verändert. Zur Verbesserung werden Test's im Windkanal genutzt.
aerodynamische Position
Das bedeutet: nach dem Absprung schnell über den Ski kommen. Der Springer sollte dabei nicht zu gestreckt sein, eine leichte Rundung vom Körper ist optimal. (Tragflächenprinzip)
AGFIS
Versammlung der Internationalen Sportverbände
AIOWF
Vereinigung der Internationalen Olympischen Wintersportverbände
Alpencup
Beim Alpencup handelt es sich um die Bezeichnung für eine Sprungreihe ähnlich dem Weltcup. Im Unterschied zum Weltcup springen im Alpencup allerdings nur junge Nachwuchsathleten, die auf diese Weise die Gelegenheit erhalten, sich auf internationaler Ebene zu messen.
Alter Bock
Schanzen mit veraltetem Profil werden oft als "alter Bock" bezeichnet
AMA
Welt-Doping Agentur
Ampel
Die Ampel beim Skispringen hat genau wie eine Verkehrsampel drei Lichtphasen. Bei Rot machen sich die Springer startklar, bei Gelb auf den Balken setzten. Die Gelb-Phase dauert in der Regel 1,80 Sekunden. Dann folgt fünf Sekunden lang grünes Licht. Während dieser Zeit müssen die Springer den Balken verlassen, sonst kommt es zur Disqualifikation. Springt die Ampel nach der Gelbphase wieder auf Rot muss der Springer den Balken noch einmal verlassen.
Analyse
Wie in anderen Sportarten auch ist im Skispringen eine Analyse der Sprünge sehr wichtig. Meist filmen die Trainer oder ein Betreuer vom Trainerturm aus den Sprung ihrer Athleten um eine bessere Analyse zu ermöglichen. Wichtig ist die Analyse vor allem beid er Suche nach Fehlern und deren Beseitungung
Anfahrtsgeschwindigkeit
Siehe Anlaufgeschwindigkeit
Anfahrtshocke
Siehe Hocke
Anlauf
Zum einen Bezeichnung für die Abfahrtsstrecke der Schanze, bestehend aus Anlaufbahn und Schanzentisch. Der Anlauf kann je nach Bedarf (Wetterverhältnisse etc.) verlängert oder verkürzt werden.
Bezeichnet auch die Gleitphase vor dem Sprung. Der Springer verlässt den Balken und geht in die Anfahrtshocke. Oft zu finden in der Aussage "Der Springer befindet sich im Anlauf".
Anlaufgeschwindigkeit
Ist die Geschwindigkeit, mit der ein Springer die Schanze verlässt und in den Flug übergeht. Üblicherweise bewegt sich die Anlaufgeschwindigkeit bei Normalschanzen zwischen 90 und 95 km/h. Im Allgemeinen gilt, dass ein Unterschied von 1 km/h am Schanzentisch einen Weitenunterschied von bis zu 10 Metern bei der Landung ausmacht. Je länger der Anlauf ist, desto höher ist normalerweise auch die Anlaufgeschwindigkeit.Gemessen wird die Anlaufgeschwindigkeit auf einer Länge von bis zu 8 Metern.
Anlaufhaltung
Während des Anlaufs nimmt der Springer eine den Luftwiderstand reduzierende Hockstellung ein, indem der Abstand zwischen Schultern und Knien nicht allzu groß ist. Die Oberkörperhaltung sollte annähernd parallel zur Luftströmung liegen, die Arme werden an den Oberkörper gelegt.
Siehe auch Hocke
Anlauflänge
Die Länge des Anlaufs wrd je nach Umständen (meist spielen hier die Wetterverhältnisse eine große Rolle) von der Jury festgelegt. Seit der Saison 2010/2011 kann die Anlauflänge während des Wettkampfes verkürzt oder verlängert werden. Vorher war in diesem Fall grundsätzlich ein Neustart des Wettkampfes notwendig.
Anlaufspur
Die Wettkampfordnung legt dazu folgendes fest: Der Abstand zwischen den beiden Spurmittelachsen soll 30 bis 33 Zentimeter betragen, die Spurbreite 13 bis 13,5 Zentimeter und die Spurtiefe 2 Zentimeter.
Anlaufturm
Siehe Schanzenturm
Anstellwinkel
ist der Grad der Neigung von Ski zum Körper während des Sprunges. Die Veränderung des Anstellwinkels geschieht durch eine entsprechende Verlagerung des Körperschwerpunktes, so dass der Springer "über dem Ski liegt".
Anzeigetafel
Auf der Anzeigetafel finden sich die neuesten Ergebnisse zum Ablesen. Sie befindet sich meist in der Nähe vom Schanzentisch, wo man von fast überall einen guten Blick hat.
Anzug
Der Anzug der Springer besteht aus Schaumstoff, da dies ein luftdurchlässiger Stoff ist und zudem auch leicht. Der Anzug unterliegt starken Reglementierungen, die regelmäßig auf Grund von Veränderungen und Weiterentwicklungen angepasst werden.
Um einen Anzug im Wettkampf nutzen zu können, muss dieser einer speziellen Materialprüfung unterzogen werden. Die "Blombe" am Anzug bedeutet, dass der entsprechende Anzug die Materialtests bestanden hat.
Athletenerklärung
Um eine FIS-Lizenz zu erhalten und an Wettkämpfen teilnehmen zu können, muss der Springer eine Athletenerklärung unterschreiben.
aufmachen
"einen Sprung aufmachen"
Bezeichnet das vorzeitige Abbrechen des Sprunges. Der Springer verläßt die aerodynamisch günstige Flughaltung (meist durch Abrudern), um zur vorzeitigen Landung anzusetzen.
Aufsprungbereich
Aus dem Vorbau und dem sich anschließenden Landebereich gebildete Fläche auf dem Aufsprunghang. Die Breite der Fläche sollte zwei Zehntel des Konstruktionspunktes betragen, bei einer Normalschanze (K 90) also rund 18 Meter.
Aufwärmraum
Da Skispringer meist im Winter über die Bakken segeln müssen, wo es zum Teil denkbar kalt zugeht, wurde an einigen Schanzen ein Aufwärmraum eingerichtet, in dem die Athleten vor eisigem Wind und Wetter geschützt sind.Häufig befindet sich ein solcher Aufwärmraum im Schanzenturm oder unmittelbar am Schanzenkopf, wo die Springer dann nur noch einen kurzen Weg zurücklegen müssen.
Aufwind
Als Aufwind bezeichnet man die Windströmung die dem Springer entgegen fließt, d.h. die Schanze nach oben. Der Aufwind verhilft dem Springer in in meisten Fällen zu einer größeren Weite.
Ausfahrt
Die Phase des Sprungs, die sich an die Landung anschließt
Auslauf
Der Auslauf bezeichnet den Bereich hinter der Sturzlinie, in dem die Springer ausfahren und letztendlich stehen bleiben.
Ausrüstung
Zur Ausrüstung eines Springers gehören neben Ski, Helm und Anzug auch Handschuhe, Brille und Sprungstiefel. Unter dem Anzug werden je nach Außentemperatur meist noch Socken, Unterwäsche oder Radlerhosen und dünne Rollkragenpullis oder T-Shirts getragen.
Bakken
1) Andere Bezeichnung für Schanze oder Schanzentisch.
2) Andere Bezeichnung für den Absprungbalken
Balken
Siehe Absprungbalken
Band
Das Fersenband verbindet den Schuh an der Ferse mit dem Ski und hat die Aufgabe, den Fersenabstand Schuh - Ski und damit den Abstand Ski - Oberkörper konstant zu halten.
Belag
Der Belag an der Unterseite der Ski ist aus Kunststoff. Wichtig ist, dass der Belag möglichst gleitfähig ist, damit der Springer eine hohe Anlaufgeschwindigkeit erreichen kann. Aus diesem Grund wird der Belag zusätzlich mit Wachs präpariert
Beschleunigung
Während des Anlaufs beschleuningt der Skispringer innerhalb von wenigen Sekunden von 0 auf ca. 90 km/h. Auf Skiflugschanzen werden sogar teilweise Geschwindigkeiten von über 100km/h erreicht
Beschneiung
Bei witterungsbedingtem Schneemangel werden Beschneiungsanlagen zur Erzeugung von Schnee eingesetzt. Dazu wird Wasser durch die sogenannten Schneelanzen gepumpt, die entlang der Schanze stehen. Am oberen Ende einer Schneelanze befinden sich mehrere feine Düsen, durch die das Wasser mit hohem Druck gepumpt und zerstäubt wird. Die bei der Expansion von Druckluft entstehende Kälte lässt das in der Druckluft enthaltene Wasser nach dem Austreten aus den Düsen zu Pulverschnee gefrieren. Die Voraussetzungen für den Einsatz von Beschneiungsanlagen sind Temperaturen von mindestens minus 4 Grad Celsius (oder kälter) und maximal 60% Luftfeuchtigkeit. Je kälter und trockener die Luft, desto besser lässt sich eine gute Schneeauflage produzieren. Ideal ist, wenn vor der Erstbeschneiung echte Schneeflocken gefallen sind.
Bewässerung
Beim Mattenspringen muss der Aufsprungbereich hin und wieder mit Wasser bespritzt werden, um ein optimales Gleiten auf den Kunststoffmatten zu ermöglichen. Die Anlaufspur (aus Porzellan oder Keramik) wird aus demselben Grund konstant bewässert.
Bewertung
Jeder Sprung wird bewertet. Die Note setzt sich zusammen aus der Weitennote und der Haltungsnote, diese addiert ergeben die Gesamtnote. Außerdem werden die Windverhältmnisse sowie eine mögliche Veränderung des Startgates mit in die Bewertung einbezogen.
Bindung
Der Voderfuß ist fest mit dem Ski verbunden. Die Ferse wird durch das Fersenband grob am Ski fixiert, damit es nicht zu unkontrolliertem Pendeln der Ski kommt. Die Bindung ist so eingestellt, dass sich bei Stürzen oder zu hohem Druck die Ski lösen und so schwerere Verletzungen verhindern.
Bindungs-Einstellung
Hierbei wir eingestellt, wie kurz oder lang das Fersenband sein soll. Entscheidend dabei ist das Schanzenprofil sowie die Windverhältnisse
Blaues Trikot
Blaues Trikot
Blindflug
andere Bezeichnung für die Flugphase 1 (die ersten 40-50m) Die Ski sind in V-Position gestellt und der Springer hofft, dass sich unter ihm ein Luftpolster bildet und ihn trägt
Blombe
Die Blombe (ein kleiner Metallstecker, der am rechten unteren Hosenbein angebracht wird) wird an einem Skisprunganzug angebracht, wenn dieser bei einer offiziellen Materialkontrolle auf die Erfüllung aller für einen Wettkampf gestellten Anforderungen geprüft wurde. In einem Wettbewerb darf nur ein Anzug mit Blombe getragen werden. Eine Nichtbeachtung führt zur Disqualifikation
BMI
Der Begriff BMI wurde in den letzten Jahren im Zusammenhang mit dem Skispringen sehr oft erwähnt und sehr kontrovers diskutiert. Es gab verschiede Meinungen von absoluter Zustimmung bis zu absoluter Ablehnung.
Dabei ist es eigentlich nicht richtig von einer BMI-Regelung zu reden. Der Begriff BMI wird auch in keinem Fis-Reglement erwähnt. Vielmehr gibt es jetzt eine Regelung in der Größe und Körpergewicht in Relation zu der Skilänge gesetzten werden, der Begriff BMI taucht auch dort nicht auf (siehe Masstabelle).
Doch wie kam der BMI-Wert ins Spiel bei den Diskussionen? Am Anfang stand eben dieser Wert im Blickpunkt der Überlegungen, wie dem "hungern" der Skispringer entgegengewirkt werden kann. Letztendlich war dies aber nur der Denkansatz, hat aber eigentlich nichts mit dieser Regelung zu tun. Auch wurde der Begiff von den Medien geschürt, da die Maße für die maximale Skilänge (die bisher auch erlaubt war) von 146% der Körpergröße etwa einem BMI-Wert von 20 entspricht (gewogen mit kompletter Ausrüstung d.h. Anzug, Helm, etc.). Allerdings wird es bei der FIS nicht gerne gesehen, wenn von der BMI-Regelung gesprochen wird, da dieser Begriff falsch ist.
Um das ganze nochmals verständlich zu machen: Die Springer werden nicht wegen zu geringem Gewicht oder einem zu geringen BMI-Wert disqualifiziert sondern wegen zu langer, sprich dem Körpergewicht nicht angepassten, Ski.
Bock
andere Bezeichnung für eine Schanze, meist abwertend gemeint
Body Scanner
Die Reglementierung der Anzuggröße durch die FIS erfordert eine genaue Erfassung des Körperumfangs an festgelegten Körperstellen. Zu diesem Zweck wurde ein digitales System zur präzisen dreidimensionalen und berührungslosen Vermessung der Sportler entwickelt. Durch die Abtastung des Athleten mittels Laser werden die Körpermaße innerhalb von Sekunden dreidimensional erfasst. Die Daten stellen einen 'digitalen Zwilling' dar, dessen Körpermaße somit ohne manuelles Nachmessen genau berechnet werden können.
Boklöv, Jan
Erfinder des V-Stils. Die von ihm kreierte Sprungart führte zu wesentlich höheren Sprungweiten.
Bradl, Sepp
Der Österreicher sprang als erster Mensch bei einem Wettkampf über 100 Meter weit. Im slowenischen Planica erreichte er 1936 eine Weite von 101,5 Metern.
Brille
Die Brille dient zum Schutz der Augen vor dem beim Anlauf und im Flug entstehenden Wind. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen kann die Sicht durch getönte Brillengläser verbessert werden. Hersteller: Carrera, Uvex, Briko
Bügeleisen
siehe Spezialbügeleisen
Chemikalien
Die Bandbreite der genutzten Chemikalien im Skispringen ist breit. Neben der Skipräparation kommen beispielsweise solche künstlichen Stoffe am häufigsten in der Vorbereitung einer Schanze zum Einsatz.Dabei wird manchmal sogenannter Schneezement in die Anlaufspur eingearbeitet, um Nässe zu binden. Auf diese Weise soll eine bessere Befahrbarkeit der Anlaufspur gewährleistet sowie die erzielbaren Anlaufgeschwindigkeiten erhöht werden. Aber wie bei fast jeder anderen Chemikalie läßt sich dieses Mittel nur begrenzt einsetzen. So kann es bei übermäßiger Verwendung zum „Faulen" des Schnees kommen.
COC
Abkürzung für Continental Cup
Computersimulation
Ohne Computer läuft heute auch im Skispringen nichts mehr. Dabei wird u. a. simuliert, in welcher Haltung die größten Weiten erzielt werden, was passiert wenn ein Sprungparameter geändert wird oder welche biomechanische Kräfte in den einzelnen Flugphasen auf den Körper der Springer einwirken. Des weiteren werden Computerprogramme natürlich auch bei der Planung neuer Schanzen genutzt.
Continental-Cup
Der Continental-Cup (COC) ist in den Medien so gut wie nicht vertreten, da er allgemein als die 2. Liga des Skispringens gilt. Um Im Weltcup jedoch starten zu dürfen benötigt ein Springer jedoch mindestens einen Punkt im COC. Springer des Weltcups nutzen den COC auch dazu, sich z.B. nach längerer Verletzungspause wieder an die Weltspitze heranzuspringen.
Damenskispringen
Seit Mitte der 90er Jahre dürfen auch Frauen Skisprung-Wettbewerbe durchführen. 1997 sprang die Österreicherin Eva Ganster als erste Frau von einer Flugschanze. Sie hielt bis 2003 mit 167 m den Weltrekord. Dann flog ihre Landsfrau Daniela Iraschko am Kulm auf exakt 200 Meter. Seit 2007 gibt es einen Wettbewerb der Damen bei Weltmeisterschaften. Ab der Saison wird es erstmals auch eine Weltcup-Serie für die Damen geben. Höhepunkt wird aber der erste Wettbewerb im Damen-Skispringen bei den Olympischen Spielen in Sotschi 2014.
Disqualifikation
Gründe für eine Disqualifikation können sein:
- Anzug ohne Blombe
- nicht regelkonformer Anzug
- Absprung ohne Freigabe (rote Ampel)
- nicht rechtzeitiges Erscheinen am Start
- Überschreitung der Startzeit von 10 Sekunden
- Entsprechend dem Körpergewicht zu lange Ski
In der Ergebnisliste wir eine Disqualifikation mit dem Kürzel DSQ angezeigt.
Doping
"unerlaubte Zuführung von Substanzen (z.B. Aufputschmitteln), die eine Steigerung der sportlichen Leistungen bewirken sollen. Bei einem Nachweis wird der Sprtler disqualifiziert" (Bertelsmann-Lexikon)
Der bislang einzige Dopingfall im Skispringen war der Russe Dmitri Vassiliev der in der Saison 00/01 für zwei Jahre gesperrt wurde.
DSV
Deutscher Skiverband
Durchgang
Es gibt in einem Wettbewerb zwei Durchgänge. Im ersten Durchgang treten 50 Springer gegen einander an, die zuvor in der Qualifikation ermittelt wurden. Die Top 15 des Weltcups sind jedoch vorqualifiziert. Begonnen wird in umgekehrter Reihenfolge der Weltcup-Plazierung. Im zweiten Durchgang treten nur noch die 30 besten des ersten Durchganges gegeneinander an. Auch hier wird wieder in der umgekehrten Reihenfolge gesprungen.
Eddie the Eagle
Bürgerlicher Name: Michael Edwards
Der einzige englische Skispringer, der es zu einer Teilnahme bei den olympischen Spielen brachte. Dort machte er zwar vor allem von seinen schlechten Leistungen Rede, wurde jedoch zum absoluten Publikumsliebling
Einzelspringen
Im Einzelspringen kämpft jeder Teilnehmer für sich um den Sieg, im Gegensatz zum Mannschaftsspringen. Der Großteil der Skisprungveranstaltungen wird als Einzelspringen ausgetragen.
Ernährung
Wie alle anderen Sportler müssen auch die Skispringer auf ihre Ernährung achten. Kohlenhydraten für die Ausdauer in der Trainings- und Wettkampf-Phase und Eiweiße für die Muskel- und Kraftaufbauphase sind dabei besonders wichtig
Europacup
War bis zur Saison 1992/93 die Bezeichnung für den Continental-Cup.
Exit-Gate
Das Tor, durch das die Springer den Auslaufbereich verlassen
Fahne
Viele Trainer benutzen eine Fahne, um ihren Athleten ein Startsignal zu geben. Dabei versuchen die Trainer die optimalen Windverhältnisse abzuwarten
Fanfare
Die FIS-Fanfare sollte bei jedem Wettkampf gespielt werden
Fernsehübertragung
Nur der nationale Skiverband ist berechtigt, Abkommen über Fernsehübertragungen von Springen, die der Verband in seinem Land organisiert, abzuschliessen.
Dies betrifft sowohl Ausstrahlungen im eigenen Land als auch die Sendebereiche anderer Länder (Übertragungsrechte).
Im Gegensatz dazu gehören die TV-Rechte für die Olympischen Winterspiele und die Weltmeisterschaften dem IOK bzw. der FIS.
Die Live-Übertragung muss das offizielle FIS-Logo, Zeitangaben, Data-Übersichten und Ergebnisse sowie Grafiken beinhalten und mit einem internationalen Ton
Fersenband
Siehe Band
Finger Gottes
andere Bezeichnung für die Skifluschanze in Oberstdorf
FIS
Federation Internationale de Ski = Internationaler Skiverband
FIS-Lizenz
Damit die Athleten an internationalen Wettkämpfen teilnehmen dürfen, benötigen sie die FIS-Lizenz. Diese wird vom nationalen Verband ausgestellt. Die Lizenz gilt vom 1. Juli bis zum 30. Juni des darauffolgenden Jahres. Sie kann auf die Teilnahme in einem bestimmten Land oder auf einen oder mehrere bestimmte Wettbewerbe beschränkt werden
Flug
Der Flug wird unterteilt in 4 verschiedene Flugphasen
Übergangsphase
Sie beginnt unmittelbar nach dem Absprung und leitet über 10 bis 15 Meter die Einnahme der optimalen Flugposition ein. Der Springer schießt fast horizontal nach vorne und versucht, so schnell wie möglich "über den Ski zu kommen", das heißt in Vorlage zu gehen, um den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten. Dafür muss sich der Springer nach vorne drehen, als wolle er zu einem flachen Kopfsprung ansetzen. Das Ziel: die horizontale Geschwindigkeit so hoch wie möglich halten, ohne nach unten abzusacken. Er muss außerdem die Beine abspreizen und die Fußspitzen nach außen drehen, um die V-Position einzunehmen
Flugphase 1
Diese ersten vierzig bis fünfzig Meter werden auch "Blindflug" genannt. Die Ski sind in die V-Position gestellt worden, und die Springer hoffen, dass saie etwas auffängt, sie trägt - das Etwas ist der Aufwind. Er weht vom Hang nach oben. Die Springer benötigen diesen Wind genauso wie Flugzeuge beim Start. Im Idealfall springen sie in dieser Phase auf ein Luftpolster, die Ski liegen gespreizt seitlich vom Körper, der flach dazwischen liegt. In dieser Phase ist Selbstvertrauen und Mut wichtig. In der Luft muss versucht werden, die Geschwindigkeit zu halten. Das geht nur durch extreme Vorlage.
Flugphase 2
Diese Phase ist der Genuss eines jeden Zuschauers. Der Springer scheint befreit von der Schwerkraft zu fliegen, aerodynamisch, ästhetisch und anmutig - harte Arbeit für den Athleten. Er muss die Balance zwischen Auftrieb und Wiederstand halten. Der Körper liegt jetzt fast gestreckt und horizontal in der Luft. Mit den Händen werden Feinkorrekturen ausgeführt.
Landephase
Die zweite Flugphase versucht der Springer so lange wie möglich auszudehnen. Liegt er noch immer auf dem Luftpolster, kann er an den Hang geschmiegt ins Tal segeln.
Das Ausrichten des Körpers soll so schnell wie möglich durchgeführt werden. Dabei wird auch die V-Stellung der Ski zugunsten der Parallel-Stellung aufgegeben und die Arme werden abgespreizt, wie bei einem Flugzeug, das seine Landeklappen ausfährt. Während des Aufrichtens wird zur Vorbereitung der Telemarklandung ein Bein nach vorne geschoben. Wichtig ist, dass der Springer während dieser Phase stabil bleibt und nicht durch die Luft schwankt, damit die Ski bei der Landung nicht verkanten.
Flugbahn
Siehe Flugkurve
Flugdauer
Die Flugdauer ist natürlich abhängig von der Schanzengröße. Als Zuschauer glaubt man leicht, daß es einen längeren Zeitraum braucht, bis der Athlet wieder sicheren Boden unter den Füßen hat, als es in der Realität der Fall ist.Tatsächlich sind die meisten Springer - selbst auf einer Flugschanze - nur wenige Sekunden unterwegs.
Flugfehler
Fehler im Flug können fatal für einen Sprung sein, den bei Fehlern besteht immer die Gefahr eines Sturzes. Flugfehler führen zu Punktabzug bei der Haltungsnote, die durch die Punktrichter bestimmt werden.
Fehlerhafte und unruhige Armhaltung: Abzug von 1 Punkt
Falsche Beinhaltung: Abzug von 1 Punkt
Fehlerhafte Skiführung (z.B. pendelnde Ski): Abzug von 1,5 Punkten
Fehlerhafter Bewegungsablauf (z.B. beim Übergang eine zeitl. Verzögerung): 1,5 Punkte
Fluggefühl
Eine wichtige Eigenschaft eines Athleten, die man eigentlich nicht trainieren kann. Wie bei so vielen Dingen ist die Kombination von verschiedenen Faktoren entscheidend, denn nur wer es schafft, das Fluggefühl mit einer entsprechend guten Technik zu vereinen, kann zu einem Spitzenspringer aufsteigen. Interessant ist auch, daß es viele Springer gibt, die sich in zwei Kategorien einordnen lassen, nämlich diejenigen, die üblicherweise über mehr Fluggefühl verfügen, aber dafür eine schwächere Technik bringen, sowie eine zweite Gruppe, die einen sehr starken Absprung haben, aber im Gegensatz zu ersteren sich auf größeren Schanzen nicht so wohl fühlen, da es ihnen im Vergleich eher an Fluggefühl mangelt.
Flughöhe
bezeichnet die Höhendifferenz zwischen Springer und Aufsprunghang
Flugkurve
Bezeichnung für die Flugbahn der Skispringer, die von der Anlaufgeschwindigkeit, der Anlauflänge und den Windverhältnissen abhängig ist.
Flugphasen
Es werden 4 verschiedene Flugphasen ünterschieden: Übergangsphase, Flugphase I, Flugphase II und Landephase
Siehe dazu auch Flug
Flugschanzen
Bezeichnung für eine Schanze, deren Kalkulationspunkt über 145 Meter liegt ( also alles größer als K145) Es gibt insgesamt nur sechs Flugschanzen auf der Welt.
Flugtechnik
Die Technik des Skispringens hat sich im Laufe der Jahrzehnte deutlich gewandelt. In der Anfangszeit ruderten die Skispringer während des Sprungs bei paralleler Skihaltung mit den Armen. Später streckte man die Arme aus, um sie schließlich eng am Körper zu halten.
Die letzte technische Revolution fand Anfang der 1990er Jahre statt, als sich der Flugstil mit V-förmig gespreizten Skiern (V-Stil) gegenüber dem Parallelstil durchsetzte. Der neue Stil, erstmals von dem Schweden Jan Boklöv praktiziert, erlaubt aufgrund der verbesserten Aerodynamik deutlich weitere Sprünge.
Förderung
Das Fördersystem sorgt dafür, dass die Verbände ihre Athleten zu einem Bundesstützpunkt schicken können, wo der Athlet von ausgebildeten Vereinstrainern betreut wird. Diese Stützpunkte sind speziell auf das Skispringen ausgerichtet und verfügen über optimale Trainingszentren. Schafft es der Athlet in die nationale Mannschaft zu kommen, so kann er von der Bundeswehr gefördert werden und dort kann dort eine Ausbildung als Sportsoldat absolvieren. Diese Ausbildung ist für die Athleten so ausgelegt, dass er sein gewohntes und benötigtes Training durchführen kann und es nicht vernachlässigt.
Formel 1 des Winters
Dieser Ausdruck wurde in erster Linie durch den Fernsehsender RTL geprägt, der zur Jahreswende 1999/2000 hin Übertragungsrechte unter anderem für die Vierschanzentournee erwarb. Um einige Parallelen zum Motorsport zu unterstreichen, griff RTL bei der Vorstellung seines Sendekonzeptes zum Skispringenweltcup auf den Begriff "Formel 1 des Winters" zurück. Vermutlich sollte auch gleichzeitig ein Vergleich zu der Entwicklung des Motorsports gezogen werden, der "dank" RTL zu einer der populärsten und kommerziellsten Sportarten in Deutschland avanciert ist. Zudem hatte RTL von Anfang an geplant, das Skispringen für die Winterpause der Formel 1 zu nutzen.
Frauenskispringen
Siehe Damenspringen
Freigabe
Bevor der Springer los fährt, muss er auf die Freigabe der Spur warten. Nach der Freigabe hat der Springer in der GrünPhase 5 Sekunden Zeit zu starten. Schaltet die Ampel von Gelb zurück auf Rot hat der Springer keine Freigabe und muß den Balken verlassen. Für die allgemeine Freigabe zuständig ist Miran Tepes. Die meisten Springer warten aber noch auf eine zusätzliche Freigabe durch den Trainer.
GAISF
Versammlung der Internationalen Sportverbände
Gate
Siehe Luken
Gegenwind
Gegenwind=Aufwind
Gelbes Trikot
Das Gelbe Trikot trägt der im Weltcup führende Springer. Er muss es während des offiziellen Trainings, des Wettkampfes und der Siegerehrung tragen.
Gesamtnote
Die Gesamtnote ergibt sich aus der Addition von Haltungsnote und Weitennote. Einfluss auf die Endpunktzahl haben dann noch die Windpunkte sowie mögliche Start-Gate-Punkte.
Geschwindigkeit
Der Springer versucht sowohl bei der Anfahrt als auch im Flug eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Entscheidend für die Anlaufgeschwindigkeit ist der Zustand der Spur und des Skibelages. Während des Fluges nimmt der Springer eine aerodynamisch günstige Position ein, um möglichst wenig Geschwindigkeit zu verlieren
Gesichtsmaske
Einige Springer tragen zusätzlich zum Helm noch eine Gesichtsmaske. Sie dient vor allem dem Schutz vor Kälte.
gestanden
Ein Sprung gilt als gestanden, wenn der Springen bis hinter die Sturzlinie ausführt ohne den Bden mit einem Körperteil zu berühren. Stürze hinter der Sturzlinie werden nicht mehr als solche gewertet.
gestürzt
Ein Sprung gilt als gestürzt, wenn ein Springer vor dem überqueren der Sturzlinie mit einem Körperteil den Boden berührt. Stürze können mehrere Ursachen haben. Durch Unregelmäßigkeiten in der Anlaufspur kann der Springer aus dem Gleichgewicht kommen. Dann schleudert der Springer unkontrolliert über den Schanzentisch und stürzt gefährlich. Dies kommt Gott sei Dank in der heutigen Zeit kaum noch vor
Gewicht
Das Gewicht ist ein heikles Thema im Skispringen. Grundsätzlich gilt: Wer leicht ist fliegt besser. Die FIS versucht jetzt dem "Hungern" ein Ende zu setzen indem das Gewicht mit in die Berechnung der Skilänge mit einbezogen wird. Liegt der BMI-Wert unter 20 muss der Ski gekürzt werden oder es droht eine Disqualifikation.



