Jernej Damjan sorgt für Überraschung

Vor dem Einzelspringen hatte wohl keiner damit gerechnet, dass am Ende des Springens Jernej Damjan auf Platz eins wiederzufinden ist. Aber Damjan schaffte die Sensation und den zweiten Weltcupssieg in seiner Karriere.

Den Sommer über sah man Damjan bei keinem Wettkampf, da er mit Traning beschäftigt war und viel Zeit mit seiner Familie verbracht hat. Dies hat ihm wohl sehr viel Selbstvertrauen gegeben und neue Motivation. Letzte Woche beim Weltcupauftakt in Wisla war Damjan noch nicht am Start. Damjan wurde vor Ruka gegen den noch sehr jungen Timi Zajc ausgetauscht.

Seit dem Training am Freitag lief es für Damjan von Anfang an sehr gut. Die Qualifikation beendete Damjan auf Platz 20. Beim gestrigen Teamwettkampf sprang er mit 139 Metern den weitesten Sprung der Slowenen.

Nun zum heutigen Wettkampf

Mit tollen Weiten überzeugte der 34-jährige Slowene, der seinen letzten Sieg im Jahr 2014 feierte. Damjan hatte mit 140 Metern bereits nach dem 1. Durchgang geführt und ließ sich die Spitze auch im Finale nicht mehr nehmen. Dort zeigte er mit 142 Metern den zweitbesten Sprung des Durchgangs und kam im Endresultat auf insgesamt 301,4 Punkte.

Bei der Pressekonferenz sagte Damjan, dass er total glücklich ist und es nicht erwartet hat. Es ist sein zweiter Sieg nach Sapporo 2014, aber dort war er Vierter nach dem ersten Durchgang und es ist einfacher, von hinten zu kommen, als die Führung zu verteidigen. Es war das erste Mal, dass Damjan als Letzter oben saß, da hat man noch mehr Druck.

Mit 2,8 Punkten Rückstand und Flügen auf 136,5 und 142 Metern sicherte sich Johann Andre Forfang Platz 2 vor  Andreas Wellinger (293 Pkt.) aus Deutschland. Wellinger komplettierte das Podest mit zwei Sprüngen auf jeweils 140 Meter.

Anze Semenic belegte mit 261,3 Punkten Platz 17. Im ersten Durchgang erzielte Semenic 128,5 Meter. Doch im Finaldurchgang sprang Semenic dann 135,5 Meter weit.

Auch Peter Prevc verbesserte sich im Finale. Nach 125,5 Meterm in Durchgang eins, flog Prevc auf 136 Meter und sicherte sich mit 257,6 Punkten Platz 23.

Seine gute Position verspielte allerdings Tilen Bartol. Mit einem Flug auf 132,5 Meter und Platz 15 nach dem ersten Durchgang erwischte Bartol mit 104,5 Meter einen schwächeren Sprung und musste sich mit 208,6 Punkten auf Platz 29 geschlagen geben.

Anze Lanisek und Robert Kranjec verpassten das Finale.

Weiter geht es im Weltcup am kommenden Wochenende im russischen Nizhny Tagil.

Offizielles Ergebnis (.pdf)

Gesamtwertung (.pdf)